Ernährung in der Zukunft

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Hey, hier ist ein neuer Blogbeitrag von uns, zum Thema Ernährung in der Zukunft.

Das erste, dass uns in den Sinn kam als wir die Themen des diesjährigen Edeka-Wettbewerbs gesehen haben war, wie Ernährung in der Zukunft aussehen wird, welche Gefahren zu bewältigen sind und welche Innovation dadurch unser Leben verändern werden. Wir haben aber schnell gemerkt, dass diese Fragen nicht so einfach zu beantworten sind und wir uns vorher anschauen müssen, welche Probleme in Zukunft auf uns zukommen. Wissen wir was uns bevorsteht, wissen wir auch in welche Richtung die Welt sich verändern wird um diesen Herausforderungen zu Trotzen.

Das erste Problem ist der riesige und immer steigende Fleischkonsum. Dieses Problem und die daraus resultierenden Nachteile haben wir euch schon im Blogbeitrag „Ein Leben ohne Fleisch?“ nähergebracht. Zusammengefasst, der steigende Fleischkonsum wirkt sich mit einem Anteil von ca. 14.5% der jährlichen Treibhausgasemissionen sehr negativ in Form von Klimawandel auf unsere Umwelt aus. Des weiteren können die Flächen zum Anbau für Tierfutter stattdessen für Pflanzen genutzt werden die wir essen können, da durch den Weg von Tier zu Mensch viele Kalorien verloren gehen die wir benutzen könnten. Außerdem bringt exzessiver Fleischkonsum vielerlei Gesundheitliche bedenken mit sich wie zum Beispiel Krebs, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauferkrankungen.

Ein weiteres Problem sind die fehlenden Landflächen und landwirtschaftlichen Erträge die für die wachsende Bevölkerung sorgen sollen. In dreißig Jahren werden ca. 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben die den Bedarf an Fleisch, Milch und Eiern um ungefähr 50% steigern werden. Um diesen Bedarf zu decken müssten weitere Viehzuchtanlagen und Ackerflächen für ihr Futter gebaut werden, auf freien Landflächen, die wir nicht besitzen. Außerdem bringt der Klimawandel Trockenheit mit sich der die Landwirtschaft beeinflusst und die Ernten beinschränkt. All diese Faktoren miteinbezogen ergeben, dass wir in dreißig Jahren ca. 20% unseres Kalorienbedarf nicht decken können wenn wir nichts ändern. Das sind auch umgerechnet 20% mehr Ackerflächen die wir benötigen, was ein großes Problem ist da wir fast das maximale Potential unserer Landwirtschaft schon ausgeschöpft haben, und uns keine weiteren Landflächen zur Verfügung stehen.

Wir haben uns jedoch nicht Zufrieden gegeben nur die Probleme zu wissen, sondern wollten Lösungen und innovative Ideen sehen die unsere Welt weiterbringen und fanden somit folgendes heraus:

Um das große Fleischkonsum Problem zu lösen gibt es schon jetzt viele kreative Ansätze die dem ein oder anderen bekannt sein sollten. Ein Beispiel wären Fleischersatz Produkte wie „Beyond Beef“ die größtenteils aus Erbsenproteinisolat bestehen. Diese schmecken nicht nur ähnlich wie echtes Fleisch, sondern sind um einiges Gesünder da ohne die Unmengen an Cholesterol, ungesättigten Fettsäuren und Gluten die Gesundheitlichen Nachteile von Fleisch wegfallen. Außerdem ist das Ersatzprodukt durch die 93% gesparte Ackerfläche, 46% geringer Energie verbraucht, 99% gespartes Wasser und 90% weniger Treibhausgasemissionen viel Umweltfreundlicher und Nachhaltiger.

Um das Problem der fehlenden Landflächen und landwirtschaftlichen Erträge zu lösen, schlagen Experten zwei Ideen vor. Die erste ist eine Initiative namens „Feed no Food“, die der Meinung sind man sollte kein Essen an Tiere verfüttern, das auch der Mensch essen könnte da durch den Weg von Tier zu Mensch viele Kalorien verloren gehen. Diese Methode ist so effektiv, dass selbst nur 50% der Verwirklichung von „Feed no Food“ ausreichen, um unseren Kalorienbedarf in dreißig Jahren zu decken. Doch eine weitere und viel simplere Lösung ist, weniger Essen wegzuwerfen. Es ist bekannt, dass mindestens ein Drittel aller Lebensmittel weggeschmissen werden. Diese Lösung finden wir sehr wichtig, da es etwas ist wozu jeder in der Lage wäre, es nicht schwierig umzusetzen ist und uns eine Nachhaltigere Zukunft bietet.

Möchte man sehen, wie unser Umgang mit Ernährung in den nächsten paar Jahren aussehen könnte, so sollte man sich einen der nachhaltigsten Länder der Welt anschauen: Norwegen.

Norwegen bemüht sich stetig neue Technologien für eine effizientere Lebensmittelherstellung einzubringen. Beispiele dafür wäre die Digitalisierung in Landwirtschaftlichen Betrieben die in den letzten 20 Jahren 35% der Fachkräfte abgelöst hat und somit effizienter und günstiger Lebensmittel herstellt. Ein weiteres Beispiel wären die Meerestechnik zur maximalen Nutzung der vorhandenen Rohstoffen bei den unteranderem an Medikamenten gearbeitet wird, die aus Meeresfrüchtenreste gewonnen werden. Zuletzt hat die Norwegische Firma „KeepIt Technologies“, in Form von Indikatoren an Verpackungen die einem anzeigen ob das Produkt noch zum Verzehr geeignet ist, Innovationen für das Lebensmittel-Verschwendungsproblem bereitgestellt.

Abschließend lässt sich sagen, dass uns eine interessante Zukunft bevorsteht, in der wir so viel wie noch nie auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achten müssen. Das sollte aber kein Problem sein da wir mit etwas Eigeninitiative und Förderung in neue Projekte mit den Gefahren schon fertig werden.

Bis zum nächsten Blogbeitrag.😉

Euer Veganforfuture Team.